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Die Schwarz-Weiß Fotografie wird oft als die „wahre Kunst“ bezeichnet. Das hat seine Ursachen sicher auch in den künstlerisch hochwertigen Akt Aufnahmen von Leuten wie z. B. meinem Bekannten Günter Knop aus New York oder die grandiosen Landschaftsaufnahmen von Ansel Adams aus Carmel by the Sea.

In analogen Zeiten habe ich für hochwertige Filter von Schneider-Kreuznach (für die B&W Fotografie) viel Geld ausgeben müssen, denn für meine 6x6 Rollei waren die Filtergrößen recht heftig. Heute kann man auf alle Filter verzichten. Es gibt nur zwei Ausnahmen. Polarisations- und Neutral-Dichte Filter. Diese Effekte lassen sich am PC nicht herstellen. Was macht man also? Ein Foto kann man bei vielen Kameras auch in der sog. „Monochrom“ Funktion gleich in B&W herstellen. Ich habe diverse Versuche gemacht, also erst in Farbe und am PC umgewandelt oder gleich in B&W und dann am PC weiter verarbeitet. Also, wie hat uns Omma immer gesagt? “ stört nicht beim Duschen.“ Man kann es handhaben wie man möchte. Die Ergebnisse unterscheiden sich , für mich sichtbar, nicht.

Allerdings gibt es da z. B. die Leica M 10 Monochrom die extra für Schwarz-Weiß Aufnahmen gebaut wurde. Wenn man also über das nötige Budget verfügt sollte man mit dieser Kamera eventuell wesentlich bessere Ergebnisse erzielen können, als es die Umwandlung in Lightroom ermöglicht. Leica verspricht, Zitat aus der Leica Webseite:

Hinzu kommt ein neuer, hochauflösender Schwarzweiß-Bildsensor in vollem Kleinbildformat mit 24 Megapixeln ohne Tiefpassfilter. Da der Sensor der Leica M Monochrom auf Farbfilter verzichtet und damit die Interpolation zur Berechnung der Helligkeitswerte entfällt, ermöglicht dieser besonders scharfe Bilder über alle Empfindlichkeitsstufen bis ISO 25.000, deren Brillanz und Detailkontrast Farbaufnahmen bei weitem übertreffen. In allen ISO-Stufen zeichnen sich die Bilder der M Monochrom durch störungsfreie und feinkörnige Detailzeichnung aus.

Zitat Ende

Ob jeder Betrachter das sofort erkennt, kann ich nicht beurteilen. Ich habe solche Fotos noch nicht gesehen. Auf jeden Fall ist die Technik dem normalen  Equipment überlegen. Bei einem Preis von derzeit rund 7200,00 € sollte man ein erstklassiges Werkzeug bekommen.

Wie auch immer, jeder muss für sich entscheiden, ob er solche Ausgaben machen möchte. In der Regel haben DSLR Kameras auch die Option die Aufnahme von Anfang an in Monochrom zu fertigen. Ich habe diesbezüglich meine Nikon getestet. Ich konnte feststellen, dass Aufnahmen im Monochrom Modus etwas heller ausfallen als die im Color Modus. Es gibt dabei einen großen Nachteil. Die Monochromen Dateien kann man später in Lightroom nicht mehr optimieren. Da weder im HSL, Farbe noch im S/W Modus die Grautöne veränderbar sind. Nur die üblichen Einstellungen, Kontrast, Präsenz, Tiefen usw. lassen sich verändern, was aber nicht hilft, wenn ich in einem grünen Rasen z. B. die gelben Gänseblümchen hervorheben möchte.

Bei einer Farbaufnahme hingegen kann ich im Farb‘ UND S/W Modus alle Farben einzeln „ansprechen“ und bis zum Optimum verändern.

Deshalb würde ich dazu raten nur in Farbe zu fotografieren. Man kann später in Adobe Lightroom mit einem Klick von Color auf B&W umschalten. Nun kommt es darauf an, mit den „Schiebe-Reglern“ die einzelnen Farben „anzusprechen“, dabei sollte man vorsichtig vorgehen. Übertreibt man es entstehen leicht jpg Blöcke. Welches Motiv sich nun am besten für B&W eignet ist eine reine Geschmackssache. Anhand des Beispielfotos sieht man die Unterschiede zwischen der unbearbeiteten Color Aufnahme, der ebenfalls unbearbeiteten B&W Aufnahme und schließlich dem Endergebnis in B&W mithilfe diverse Filter Einstellungen für Blau, Grün und Gelb.

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